Dekanatskonferenz besucht die Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land

Einblicke in einen nicht alltäglichen Betrieb

Einmal im Jahr besucht die monatlich tagende Dekanatskonferenz – die Versammlung der Seelsorgerinnen und Seelsorger im Dekanat Berchtesgaden – einen hiesigen Betrieb, um Einblick in regionale Arbeitssituationen zu bekommen. In diesem Jahr waren die Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land das Ziel, wo mehr als 200 Menschen mit Behinderungen unterschiedlichen Grades arbeiten und den Großteil des Tages leben. Geschäftsführer Markus Spiegelsberger und Abteilungsleiter Florian Huber begrüßten die Gruppe und führten dann durch die verschiedenen Bereiche der Werkstätten. Stolz zeigten sie die Neubauten, die in diesen Tagen bezogen werden und viele Arbeitsabläufe erleichtern und sicherer machen werden. Die Besucher waren nicht wenig erstaunt, für welch renommierte Betriebe die Angehörigen der Pidinger Werkstätten Aufträge erledigen.

Nicht nur die Seelsorge für die behinderten Menschen ist ein Band zu den Werkstätten, sondern seit kurzem gibt es auch Geschäftsbeziehungen: Mehrere katholische Kirchenstiftungen der Region lassen ihre Opferlichter in den Werkstätten fertigen. Ganz im Sinne von Nachhaltigkeit und Schöpfungsbewahrung werden Kerzenreste eingeschmolzen und recycelt, die roten Kerzenbecher per Hand gereinigt und schließlich wieder neu befüllt. Diese einfachen Abläufe schaffen für Menschen mit schwereren Einschränkungen Arbeitsmöglichkeiten, vermeiden weite Transportwege und ermöglichen regionale Wertschöpfung. Die Opferlichter in zahlreichen Kirchen stellen somit einen bescheidenen Beitrag zur ganzheitlichen Ökologie des Menschen dar und befördern eine enkeltaugliche Gestaltung der Zukunft.

Sichtlich beeindruckt bedankte sich Dekan Thomas Frauenlob im Namen der Dekanatskonferenz für die Einblicke in die Abläufe der Pidinger Werkstätten und für das wertvolle Engagement der Verantwortlichen, der Handwerker und der pädagogischen Kräfte zugunsten vieler Menschen mit Behinderungen.  

Dekanatsratsvorsitzender Michael Koller bei den OpferkerzenDekanatsratsvorsitzender Michael Koller bei den Opferkerzen

Geschäftsführer Spiegelsberger erklärt die Wäscherei
Geschäftsführer Spiegelsberger erklärt die Wäscherei

Vor dem Neubau
Vor dem Neubau

Gruppenbild

 

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